Fragen+Antworten
Der ZMS erneuert bis etwa 2031 die Linien des Müllkraftwerks Schwandorf. Hier sammeln wir Fragen und Antworten zu den Themen, die vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner noch interessiert haben.
Wird sich die verbrannte Müllmenge erhöhen?
Nach den bisherigen Planungen wird die täglich angelieferte Abfallmenge bis 2031 unter den heutigen Wert von 1500 t/d sinken, weil durch den Umbau nicht alle Linien zur Verfügung stehen. Die jährliche Menge sinkt darum auch unter den heutigen Wert von 450.000 Jahrestonnen (jato). Nach den Planungen wird erst 2031 wieder ein täglicher Wert von 1500 t erreicht. Dieser wird auch nicht überschritten, durch die höhere Verfügbarkeit der neuen Linien steigen allerdings die Betriebstage, an denen die Anlagen im Jahr gefahren werden können.
Wie ist der Zeitplan für den Austausch der Ofenlinien 1 bis 3?
Bis Ende 2031 plant der ZMS den schrittweisen Austausch der Ofenlinien 1 bis 3 durch zwei modernere und größere Kessellinien. Der erste neue Müllkessel soll frühestens 2028 den Betrieb aufnehmen, der zweite etwa drei Jahre später.
Damit während der Bauarbeiten an den Ofenlinien 1 bis 3 die Entsorgungssicherheit im ZMS-Verbandsgebiet weiter gewährleistet ist, wurde vorab die Ofenlinie 4 ertüchtigt und in einem ersten Bauschritt die Rauchgasreinigung der Ofenlinie 4 erneuert. Den Genehmigungsantrag für den Austausch der Ofenlinien 1 bis 3 wurde bereits 2022 gestellt.
Wird es zu Baulärm kommen?
Arbeiten – insbesondere solche mit Geräuschentwicklung - werden nur werktags, also zum Teil auch am Samstag von frühestens sieben Uhr bis spätestens 19 Uhr durchgeführt. In dieser Zeit kann es im Umfeld des Müllkraftwerkes unter Umständen zu abrissbedingten Geräuschentwicklungen kommen.
Wir bitten die Bevölkerung hierfür um Verständnis.
Ist die Anlieferung von Abfällen gewährleistet?
Während der Bauarbeiten und des Austauschs der Ofenlinien wird der Durchsatz im Müllkraftwerk deutlich sinken, da zwei Verbrennungslinien nicht zur Verfügung stehen. Der maximale Tagesdurchsatz sinkt von heute (und zukünftig) 1500 Tonnen pro Tag auf rund 850 Tonnen pro Tag. Derzeit befinden sich die Ofenlinien 1 und 4 in Betrieb.
Sollte eine dieser Ofenlinien ausfallen, kann kurzfristig die Annahme für Gewerbe- und Kontingentabfällen ausgesetzt werden um die Entsorgungssicherheit für die Anlieferung von kommunalen Abfällen zu gewährleisten. Private Kleinanlieferer sind meist nicht betroffen. Informationen über Anlieferstops werden in der Regel auf der Homepage des ZMS, der ZMS-App oder den lokalen Medien veröffentlicht.