Dienstende der Ofenlinie 3 nach 43 Jahren

Am 14. Dezember 2025 wurde im Müllkraftwerk Schwandorf die Ofenlinie 3 außer Betrieb genommen. Nach mehr als 43 Jahren endet damit der Betrieb einer Anlage, die die Abfallverwertung in der Region über Jahrzehnte geprägt hat.
Die Abschaltung erfolgte im Rahmen des Projekts Triphönix, mit dem der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) seine Anlage grundlegend erneuert. Nach der Fertigstellung der neuen Rauchgasreinigung für die Ofenlinie 4 und der Installation der Großbaukräne beginnt nun der schrittweise Rückbau der bestehenden Ofenlinien 1 bis 3. Gestartet wird mit der Ofenlinie 3.
Die Abschaltung nahm ZMS-Verbandsvorsitzender und Landrat Thomas Ebeling persönlich vor. Nicht spektakulär, sondern symbolisch: durch das Drücken des roten Knopfes, der den geregelten Abfahrprozess der Anlage einleitete. Auch für die Mitarbeitenden war dieser Schritt emotional. Kraftwerksmeister Johann Kraus, der die Anlage über viele Jahre mit betrieben hat, brachte es so auf den Punkt: „Eine Generation baut auf, eine betreibt – und die nächste reißt ab, um wieder neu und zukunftsfähig aufzubauen.“
Seit ihrer Inbetriebnahme im Oktober 1982 hat die Ofenlinie 3 rund 4 Millionen Tonnen Restmüll verwertet und daraus etwa 10,4 Millionen Megawattstunden Energie erzeugt – ein prägender Beitrag zur Energieversorgung der Region.
Trotz der Abstellung bleibt die Entsorgungssicherheit jederzeit gewährleistet. Die weiterhin betriebenen Anlagen sowie bewährte Kooperationen stellen sicher, dass alle Abfallmengen zuverlässig behandelt werden.
ZMS Verbandsdirektor Thomas Knoll stellte abschließend fest: „Die Abschaltung der Ofenlinie 3 ist weit mehr als ein technischer Vorgang. Sie markiert das Ende eines Anlagenzeitalters, das die Region über Generationen begleitet hat, und gleichzeitig den selbstbewussten Aufbruch in eine moderne, nachhaltige und leistungsstarke Zukunft der Abfallverwertung“.
Das Projekt Triphönix soll planmäßig im Jahr 2031 abgeschlossen sein.